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In grosser Aufregung hat mich ein älterer Bewohner diese Woche aufgesucht und mir mitgeteilt, “das Solarium ist angekommen”. Er war gerade an der Baustelle vorbei gekommen und hat beobachtet, dass die Panels für die Photovoltaik-Anlage angeliefert wurden. Also nichts mit Wellness im Hospiz.

Dafür umso mehr Nachhaltigkeit! Wir installieren eine 27,5 kWp Solaranlage, die etwa die Hälfte des geschätzten Stromverbrauchs der “Alten Sennerei” abdecken sollte. Ganz im Sinne einer erweiterten Nachhaltigkeit stammen die 141 PV-Module aus der Schweiz.

Die In-Dach Anlage sieht nun sehr futuristisch aus.

Zum Thema Nachhaltigkeit und Zahlen: ruwa holzbau hat errechnet, wie viel einheimisches Holz im Gebäude bisher verbaut wurde. 6,5 km Wandhölzer für den Doppelstrick, insgesamt 3’500 Holzteile aus Fichte und Lärche, was etwa 230 m3 Holz, oder 115 Tonnen entspricht. Dazu mehr als 2’000 Holzdübel für die Stabilität, kilometerweise Latten und circa 10’000 Schrauben und Nägel um die vielen teile zusammen zu halten.

Alles Mondholz aus dem Wald von Tenna! Und aus dem Abschnittholz, also den Sägerei-Abfällen, macht die Firma Pius Schuler in Rothenturm Blockholz-Platten, die dann im Innenausbau zusätzlich verwendet werden.

Doch auch andere grossflächige Rohstoffe sind nicht weit gereist: Zement von Untervaz, Zuschlagstoffe für den Beton aus Reichenau, Granitplatten aus Andeer. Alles weniger als 30km Luftlinie von der Baustelle her. Diese Ökobilanz darf sich sehen lassen.

Und das Solarium werden wir auch noch verwirklichen. Auf dem Balkon auf der Bergseite werden die Mitbewohner*Innen in grosser Ruhe sitzen (oder liegen) können und die Sonne geniessen – ganz ohne zusätzlichen Energieverbrauch!