Wie im Traum - Heimatmuseum Camana

Der Traum

Menschen, die pflegebedürftig werden, können bis zuletzt in Würde im Safiental leben und in Frieden sterben: Das ist der Traum. Um diesen zu verwirklichen, wurde der Verein Tenna Hospiz gegründet. Er will Wohneinheiten für eine Senioren-Wohngemeinschaft schaffen, die alters-, pflege- und behinderten-gerecht sind. Der Traum vieler Leute ist es, selbstbestimmt leben zu können, auch wenn es alleine nicht mehr geht.

‘Ein Hospiz für das Bergdorf Tenna’, ein Video Beitrag

Im Safiental gibt es keine stationäre Pflegeeinrichtung. Deshalb müssen Menschen, die pflegebedürftig sind und nicht mehr zu Hause betreut werden können, in eine Institution ausserhalb des Tals verlegt werden. Die Geographie des Tales und die Verkehrsverbindungen erschweren den Kontakt mit der Heimat und den Angehörigen. Die Verlegung in Zentrumsorte bedingt oft eine einseitige Anpassung an ungewohnte Kultur- und Sprachtraditionen.

Als geeignetsten Standort in der Gemeinde Safiental wurde Tenna erkannt. Das Dorf liegt auf einer Sonnenterrasse, ist mit dem Postauto gut erschlossen und die Dorfgemeinschaft pflegt wichtige Infrastruktur wie Laden, Post und Hotel, die zentral in der Fraktion Mitte liegen. Somit können Dienstleistungen wie Mahlzeiten, Wäsche waschen und Putzen durch Betriebe im Tal angeboten werden, was die lokale Wirtschaft stärkt.

Die Region Surselva hat gute ambulante Dienste für Pflege und Betreuung zu Hause. Die stehen auch einer Senioren-Wohngemeinschaft in Tenna zur Verfügung. Mit dem Wohn- und Pflegemodell 2030 schlägt CURAVIVA Schweiz den Übergang zu einem integrierten Versorgungskonzept «stationär und ambulant» vor, bei dem nicht mehr die Fehlanreize der heutigen Finanzierungsformen, sondern der Pflegebedarf der Kunden das zentrale Instrument für die Zuteilung zu einer Pflegeform darstellt.

Neben den Wohneinheiten sind auch gemeinsam nutzbare Räumlichkeiten vorgesehen. Diese ermöglichen den Austausch mit der Talbevölkerung und verhindert damit die Isolation der Bewohnerinnen und Bewohner. Einen Teil der Wohneinheiten werden für Menschen, die Betreuungs- und Pflegedienste leisten bereit gestellt. Diese Fachkräfte können auch weitere Aufgaben übernehmen wie ambulante Pflege und Betreuung sowie Tagesstrukturen um pflegende Angehörige zu entlasten.

Diese Form einer Senioren-Wohngemeinschaft ist im Einklang mit dem Altersleitbild Graubünden 2012 und die Gemeinde Safien hat 2015 im kommunalen Richtplan beschlossen, die Voraussetzungen für eine soziale Wohn- und Pflegeeinrichtung zu schaffen.

Die Senioren-Wohngemeinschaft mit pflegegerechtem Wohnraum soll wirtschaftlich geführt werden, aber nicht profitorientiert. Deshalb wurde der gemeinnützige Verein Tenna Hospiz gegründet. Er soll sicherstellen, dass der soziale Wohn- und Arbeitsraum längerfristig gesichert werden kann.

Ein Solidaritätsfonds soll sicherstellen, dass die Beherbergung und Betreuung in der “Alten Sennerei” zu einem Sozialtarif möglich ist. Altersarmut, die auch im Safiental Realität ist, ist kein Grund um nicht bis zuletzt in Würde leben zu können. “Wir gönnen uns einen Luxus, den sich alle leisten können sollen!”

Was im letzten Jahr alles gewirkt und geleistet wurde, ist im Jahresbericht des Präsidenten 2018 beschrieben. Die Jahresrechnung 2018, wie sie an der GV genehmigt wurde, kann hier eingesehen werden. 

Hier gibt es auch unsere Vereinsstatuten: Statuten Verein Tenna Hospiz und unseren ersten Jahresbericht mit Rechnung Verein Tenna Hospiz 2017

Projektbeschrieb - Zusammenfassung

Der Verein Tenna Hospiz schafft Raum für eine Senioren-Wohngemeinschaft mit hoher Kompetenz in Palliative Care, Demenzpflege und Sterbebegleitung.

Im gesamten Safiental gibt es kein stationäres Angebot für Pflege und Betreuung oder für die Entlastung pflegender Angehöriger. Hindernisfreiem Wohnraum ist gibt es kaum. Die abgelegenen Siedlungen im Tal sind schwer und unter grossem Aufwand mit dem ambulanten Dienstleistungsangebot vollumfänglich zu versorgen.

Der Verein Tenna Hospiz hat deshalb im Herbst 2017 die ehemalige Sennerei in Tenna gekauft und wird ab Ende 2020 pflegegerechten Wohnraum für fünf bis sechs Menschen in einer Wohngemeinschaft anbieten. Damit wird ein Angebot in einer abgelegenen Region geschaffen, um darin verwurzelte Mitmenschen bis zum Lebensende beherbergen, betreuen und pflegen zu können.

Leben in Würde und die Menschlichkeit sind die Leitmotive des Projektes. Die Innovation des Projektes “Alte Sennerei” liegt im Modell einer Wohngemeinschaft für Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und Fachpersonen; ebenso innovativ ist die Synthese von stationärem und ambulantem Hospiz- und Pflegeangebot. Dadurch werden bestehende regionale Ressourcen (Spitex, Palliativer Brückendienst etc.) gestärkt. Weitere Arbeitsplätze im Randgebiet werden gefördert und der Abwanderung aktiv entgegen gewirkt. Das Projekt wird privat finanziert und belastet somit die öffentliche Hand nicht zusätzlich.

Das Projekt bedarf einmalige Investitionskosten für den Ersatzbau der “Alten Sennerei” von CHF 3’700’000. Der Verein benötigt noch circa CHF 350’000 für die Restfinanzieung des Projektes. Danach muss der Baukredit amortisiert und getilgt werden.

Die laufenden Betriebskosten der Liegenschaft sind danach mit CHF 76’000 pro Jahr budgetiert. Die separat budgetierten Betriebskosten der Wohngemeinschaft “PflegeWeGe” betragen CHF 98’000 pro Jahr. Eine breit abgestützte, gemeinnützige Finanzierung ermöglicht auf viele Jahre hinaus einen sozial verträglichen Tarif für Menschen im letzten Lebensabschnitt.

Othmar F. Arnold, Pflegeexperte mit Erfahrung in ambulanter Pflege und Palliative Care in der Surselva, hat mit Unterstützung von Einheimischen und Gästen des Safientals den Verein Tenna Hospiz ins Leben gerufen, um sich der Umsetzung dieses einzigartigen Projektes zu widmen. Der Verein Tenna Hospiz ist gemeinnützig und vom Kanton Graubünden steuerbefreit und abzugsberechtigt (#1939).

Die Ausgangslage - das Grundverständnis

 

Leben in Würde und das menschliche Mass sind die wesentlichen Leitmotive des Projektes Tenna Hospiz. Die Initianten des Vereins Tenna Hospiz gehen davon aus, dass jeder Mensch in jeder Lebensphase selbstbestimmend ist und Fähigkeiten hat, die für die Gemeinschaft eingesetzt werden können. Auch im Betrieb der Wohngemeinschaft “PflegeWeGe” werden diese individuellen Fähigkeiten eingesetzt und als wertvolle Beiträge anerkannt. Pflegebedürftige sollen nicht einfach ‘behandelt’ werden, sondern – wenn möglich und gewollt – im Alltag einbezogen bleiben. Pflegende Angehörige werden ebenso liebevoll einbezogen und entlastet, nicht ersetzt. Pflegekräfte und Fachpersonen sind engagierte Mitmenschen, welche die Unterstützung für die Leute im letzten Lebensabschnitt erweitern, nicht externe Expertinnen.

Das Projekt baut auf ein Zusammenspiel von stationärem und ambulantem Hospiz-, Pflege- und Betreuungsangebot. Diese baut auf den gewachsenen sozialen und kulturellen Strukturen und Traditionen auf, die im Safiental lebendig sind. Bestehende regionale Ressourcen (Spitex, Palliativer Brückendienst etc.) werden genutzt und gestärkt, ohne kostspielige Parallel-Dienstleistungen und Infrastruktur (Konkurrenz) zu schaffen.

Ebenso wichtig ist der bewusste Bezug auf das menschliche Mass und auf die sozial-ökonomischen Realitäten. Das Gebäude wird nicht einfach ein effizienter Zweckbau sein; es wird vielmehr ein beseeltes Haus, das die Pflegephilosophie der Initianten verkörpert. Es war herausfordernd, die räumlichen Dimensionen und die Lage im Bergtal mit den vielschichtigen internen Dimensionen in Einklang zu bringen: Die Bewohner werden im letzten Lebensabschnitt sowohl der Welt zugewandt bleiben, aber auch die zunehmende “Nähe zum Himmel” erfahren können. Das Bedürfnis nach Geselligkeit, wie auch nach zurückgezogener Stille – die aktive Partizipation, aber auch die volle Pflegebedürftigkeit -sollen auch durch die Einrichtung ermöglicht und unterstützt werden.

Die Bewältigung des Alltags in der Wohngemeinschaft “PflegeWeGe” sich an einem Familienmodell orientieren und kopiert nicht einen industriellen Ablauf, der auf Effizienz und Gewinnschöpfung basiert. Fazit: Für den Verein Tenna Hospiz ist der Mensch kein Kostenfaktor, sondern ein Mitmensch mit einzigartigen Bedürfnissen und Fähigkeiten. Deshalb ist es wichtig, als Mitbewohnende ein gutes Mass an Respekt, Konfliktfähigkeit und Vertrauen mitzubringen.

Zum Grundverständnis gehört zusätzlich die regionale Verankerung: Die “Alte Sennerei” liegt im abgelegenen Bergtal und im Naturpark, und ist kulturell mit der Walser Kultur (Vulnerabilität, Selbstverantwortung und Autonomie) verwurzelt. Es ist eine Initiative von Berglern für Bergler!

Einsamkeit und Anonymität sind zunehmend Thema in westlichen Industriegesellschaften – und zwar nicht nur im Alter. Das Projekt “Alte Sennerei” will dies verhindern. Ein anderes, politisches Thema sind die öffentlichen und privaten Gesundheits-, Pflege-, und Betreuungskosten, insbesondere für den letzten Lebensabschnitt. Mit dem Modell “PfegeWeGe” verringern sich diese markant.

Ein spezielles Element innerhalb der Wohngemeinschaft “PflegeWeGe” ist das Vorbereitet-Sein auf den Sterbeprozess als Teil des Lebens. Mitglieder der Wohngemeinschaft sind fachlich qualifiziert in Palliative Care, Demenzpflege und haben durch ihre Erfahrung eine hohe Kompetenz in der Begleitung Sterbender. Der achtsame Umgang mit der Thematik (Ars vivendi – Ars moriendi) wird Teil des Alltags sein.

Eine vertiefte Einsicht in das Grundverständnis ergibt sich aus der Auseinandersetzung mit zwei spirituellen Quellen: der franziskanischen Spiritualität und dem Quäkertum. Gleichwertigkeit, Würde, Gemeinschaft, soziale Gerechtigkeit und Solidarität, Einfachheit und nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen sind entsprechende Werte, die im folgenden Projektbeschrieb sichtbar werden

 

Die Ausgangslage - unsere Ziele

Der Verein Tenna Hospiz hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2020 Raum für eine Senioren-Wohngemeinschaft mit hoher Kompetenz in Palliative Care, Demenzpflege und Sterbebegleitung zu realisieren. Sechs Wohneinheiten “zwischen Heim und Daheim”, die alters-, pflege- und behinderten-gerecht sind, bilden den Kern dieser Initiative für sozialen Wohn- und Arbeitsraum in der Gemeinde Safiental, Graubünden. Das sich im Bau befindliche Gebäude verkörpert dieses Grundverständnis. 

Damit entsteht ein lokal verankertes Angebot, das von spezialisierter Palliative Care, Demenzpflege, bis Wohnen im Alter umfassen wird. Der Raum wird auch für Entlastungsaufenthalte und für pflegende Angehörige aus dem Safiental und der Region Surselva da sein. Gemeinschaftlich nutzbare Räume fördern den Austausch und verhindern die Isolation der Bewohner. 

Die Wohngemeinschaft “PflegeWeGe” berücksichtigt mit einer 24-Stunden Präsenz, dass jeder Mensch ein Sicherheitsbedürfnis hat, das sich im Verlauf des Lebens ändert. Mit zunehmendem Alter, dem Wandel der physischen Kräfte, der kognitiven Fähigkeiten und des familiären Umfeldes, strahlt das Geburtshaus in einer abgelegenen Talfraktion nicht mehr die selbe Sicherheit aus. Eine Einweisung in eine Institution ist selten die gewünschte Alternative.

Ein ‘Verpflanzen von alten Bäumen’ ist nicht vorgesehen. Der Verein Tenna Hospiz stellt erschwinglichen Wohnraum für verschiedene Situationen im Leben zur Verfügung. Die flexible Einrichtung der “Alten Sennerei” erlaubt ein Leben bis zuletzt im selben Haus. Die Mieten werden niedriger sein als vergleichbare Pensionskosten in einer Institution in der Region. Zusätzlich wird ein Solidaritätsfonds eingerichtet.

Ein wichtiges Ziel ist, die Überforderung und Burnout von pflegenden Angehörigen zu verhindern. Die Wohngemeinschaft baut auf der Idee der erweiterten Familiengemeinschaft auf. Es ist eine Ergänzung zu institutionalisierten Pflege- und Betreuungsangeboten.

Das Projekt “Alte Sennerei” wird durch Fachorganisationen begleitet und wird wichtige Daten und Erkenntnisse liefern über das Modell der Senioren-Wohngemeinschaft. Dieses alternative Pflege- und Betreuungsangebot, das die öffentliche Hand nicht zusätzlich finanziell belasten wird, wurde bisher wenig umgesetzt.

Das Projekt bewirkt für das Safiental, die Attraktivität als Wohngemeinde für Einheimische, wie auch für Gäste zu stärken. Der Verein Tenna Hospiz leistet somit auch einen Beitrag an die regionale Entwicklung. Es werden Arbeitsplätze in der Region gestärkt und etabliert. Der sichtbaren Abwanderung wird aktiv entgegen gewirkt.

Die Ausgangslage - das Safiental und die ehemalige Sennerei von Tenna

Ein Bergdorf mit einer Bevölkerung von etwa 100 Personen, das in einer Talschaft mit weniger als 1000 Einwohnern eingebettet ist, hat wenig offensichtliche Entwicklungspotenziale. Die kurvige, steile Strasse, die langen Winter und die hohe Abhängigkeit von Land- und Forstwirtschaft sind Teil der gegebenen Voraussetzungen. Mit der Schaffung von sozialem Wohn- und Arbeitsraum wird neues Leben an Stelle eines mehrheitlich leerstehenden Gebäude einkehren. Damit wird das Dorf zusätzlich belebt. 

In der Gemeinde Safiental gibt es kaum Wohnraum, der alters- und behindertengerecht ist; dieser ist in jedem Fall privat erstellt worden. Die alten Walserhäuser lassen sich schwer anpassen, wenn sich die Bedürfnisse von alternden Menschen ändern. Zudem sind die abgelegeneren Siedlungen im Tal nur unter grossem Aufwand vollumfänglich mit dem bestehenden Dienstleistungsangebot zu versorgen. Mitmenschen, die pflegebedürftig werden, müssen daher ausserhalb der Gemeinde in eine Pflegeinstitution verlegt werden. Damit werden sie sozial und kulturell von ihrem gewohnten Umfeld separiert.

Der Standort der ehemaligen Sennerei in Tenna bietet ideale Voraussetzungen für soziales Wohnen und Arbeiten. Die Lage der Sennerei, treppenfrei von der Hauptstrasse her erschliessbar, und die Nähe zu den Kerneinrichtungen des Dorfes (Volg Laden mit Postagentur, Postauto Haltestelle, Restaurant, Kirche, Schule), bringen einmalige Standortvorteile in einem Streusiedlungsgebiet. Der grosszügige Grundriss des ehemaligen Gewerbebaus, inklusive der Talstation der damaligen Seilbahn, erlaubt einen Ersatzbau, der alters-, pflege- und behindertengerecht gestaltet werden kann.

Die ehemalige Sennerei war seit mehr als 15 Jahren ausser Betrieb. Sie repräsentierte ein industrie-archäologischer Meilenstein in der Agrar- und Kulturgeschichte der Gemeinde. Das Gewerbegebäude lag an prominenter Lage (ehemalige Seilbahn zum Alpstaffel) in unmittelbarerer Nähe zur denkmalgeschützten, spätgotischen Kirche. Damit profitiert die Parzelle auch von der existierenden Freihaltezone talauswärts. 

Die bildhafte Lage am Übergang von der Fraktion Mitte zum Ausserberg (siehe Titelbild) hat die Assoziation mit dem Ausdruck Hospiz geweckt. Die Lage der Sennerei verpflichtet aber auch als Element eines markanten und delikaten Ortsbildes, eingebettet in eine majestätische Bergwelt. Die Erinnerung an die alte Sennerei wird in der Form- und Namensgebung wach gehalten.

Die Ausgangslage - die Zielgruppen

Der Verein Tenna Hospiz spricht in erster Linie Menschen im Alter, oder jene mit katastrophaler medizinischer Diagnose in jedem Lebensabschnitt, an, für die es zu Hause zu schwierig wird: Denn es gibt gesundheitliche, soziale und baulich-strukturelle Gründe, die es verunmöglichen, im letzten Lebensabschnitt bis zuletzt im eigenen Heim zu bleiben. Es gilt zu bedenken, dass der letzte Lebensabschnitt nicht für alle Menschen erst im hohen Alter beginnt.

  1. Menschen aus dem Safiental im letzten Lebensabschnitt. Das kann sowohl für eine relative kurze, aktive Sterbephase (Hospiz/spezialisierte Palliative Care) als auch für eine längere Zeit der Demenzpflege oder des begleiteten Wohnens im Alter sein.

  1. Menschen aus dem Safiental oder aus der Region (Surselva/Graubünden), die zur Entlastung von pflegenden Angehörigen für eine gewisse Zeit in die Wohngemeinschaft eintreten.

  1. Menschen, die pflegend und betreuend tätig sind und sich aktiv im Projekt und in der Wohngemeinschaft engagieren.

  1. Pflegende Angehörige, die wünschen in der Wohngemeinschaft zu leben und an der Pflege und Betreuung ihrer Angehörigen teilhaben möchten.

  1. Freiwillige, die sich für Menschen im Alter und im letzten Lebensabschnitt einsetzen möchten. Eine vorgesehene Weiterbildung für Sterbebegleitung wird einheimischen Interessierten zusätzliche Qualifikationen schaffen und zudem weitere Möglichkeiten bieten sich im und für das Dorf- und Talleben einzusetzen.

  1. Menschen mit Pflegebedürfnissen, die nach Tenna in die Ferien kommen, um hier betreut Urlaub zu machen; oder die zusammen mit ihren Angehörigen ihre Ferien im Safiental verbringen, auch um Angehörige von den Pflege- und Betreuungsaufgaben zu entlasten. Dieses Angebot ist auch möglich in Kombination mit der örtlichen Hotel oder mit Ferienwohnungen.
Die Ausgangslage - die Bedarfs- und Umfeldabklärung

In der Gemeinde Safiental, mit einer Bevölkerung von weniger als 1000 Einwohnern, waren 2012 203 Personen über 65 Jahre alt, 57 davon über 80 Jahre. Die regionale demographische Entwicklung bis 2040 zeigt gemäss den Bevölkerungsperspektiven des Kantons, dass die Gesamtbevölkerung um 5% abnehmen wird. Die Anzahl Mitmenschen über 65% wird jedoch um ein Faktor 1,7 zunehmen. Die Gruppe der Mitmenschen im Safiental, die über 80 Jahre alt ist, wird in den nächsten Jahrzehnten sogar zweieinhalb Mal grösser werden. 

Es gibt vermehrt auch abgewanderte SafientalerInnen, die mit ihrer Pensionierung in die Gemeinde zurückkehren, was den Anteil an Mitmenschen über 65 ebenfalls erhöhen wird.

Zur Zeit leben etwa 20 Menschen aus der Gemeinde Safiental in Pflege- und Betreuungsinstitutionen ausserhalb des Tales.

 

Die Gemeinde Safiental beabsichtigt in Tenna drei bis fünf zinsgünstige Miet-Wohnungen unterschiedlicher Grösse zu schaffen und zwar in der nahe gelegenen Liegenschaft “Pfruondhus”; unter anderem sollen diese Wohnungen für ältere, noch rüstige Menschen nach Übergabe des Landwirtschaftsbetriebes gebaut werden. Vorstellbar ist, dass aus der Nähe der beiden Projekte über die Zeit neue Möglichkeiten entstehen, wie zum Beispiel ein Modell des Betreuten Wohnens. Hierzu pflegt der Verein Tenna Hospiz regelmässigen Kontakt mit den Gemeindebehörden.

Die Stiftung Valendas Impuls und die Gemeinde Safiental bilden die Interessengemeinschaft IG Carstulien, die im Burggarten von Valendas zinsgünstigen Miet-Wohnraum für Familien unterschiedlicher Grösse baut.

Diese Initiativen konkurrieren sich nicht mit dem Projekt “Alte Sennerei”, sondern ergänzen vielmehr das zukünftige Angebot für sozialen Wohn- und Arbeitsraum für alle Bevölkerungsgruppen in der Gemeinde auf sinnvolle Weise.

Die Ausgangslage - die Trägerschaft

Der Verein Tenna Hospiz zählt zur Zeit acht Mitglieder. Der Verein hat seinen Sitz in der Gemeinde Safiental, ist im Handelsregister Graubünden (CHE-279.170.086) eingetragen und ist von der Steuerverwaltung Graubünden als gemeinnützig anerkannt. Damit ist der Verein steuerbefreit und Spenden an den Verein sind abzugsberechtigt (#1939). 

Unsere Bankverbindungen: 

Spendenkonto: Freie Gemeinschaftsbank Genossenschaft, 4002 Basel;

IBAN: CH82 0839 2000 1534 4630 7 (Verein Tenna Hospiz, 7106 Tenna);

Solidaritätsfonds: Raiffeisenbank Surselva, 7130 Ilanz

IBAN: CH73 8080 8002 5238 3393 3 (Verein Tenna Hospiz, 7106 Tenna)

Othmar F. Arnold, Pflegeexperte mit Erfahrung in ambulanter Pflege und Palliative Care in der Surselva. Er hat neben einem Masterabschluss in Pflegewissenschaften (Advanced Practice Nursing) auch eine Masterausbildung in Konfliktanalyse und Friedensförderung. 2016 hat er ein theologisches Nachdiplomstudium abgeschlossen. Zusätzlich hat er ein Zertifikat des Interdisziplinären Lehrgangs für spezialisierte Palliative Care, Level B2. Präsident des Vereins Tenna Hospiz seit der Gründung.

Daniel und Anne Casutt-Kautz betreiben einen vielfältigen biologischen Berglandwirtschaftsbetrieb in Tenna. Sie kennen die örtliche Kultur und Gegebenheiten. Im Vorstand des Vereins seit der Gründung.

Sonja Förster ist freiwillige Sterbebegleiterin und beschäftigt sich beruflich mit Medizinaltechnik, insbesondere deren gebraucher-freundlichen Anwendbarkeit. Gründungsmitglied.

Bigna Zellweger ist diplomierte Biologin lebt mit ihrer Familie in Tenna. Sie hat früher Patientinnen im Brustzentrum und herzkranke Kinder im Kinderspital während klinischen Studien begleitet und betreut. Sie hat den Grundkurs in Palliative Care, Level A2, abgeschlossen und bildet sich in Sterbebegleitung weiter. Aktivmitglied seit 2018.

Lea Moliterni ist Historikerin und Rotkreuz-Mitarbeiterin. Sie berät und unterstützt den Verein vor allem in Fragen der Mittelbeschaffung. Sie hat den Grundkurs in Palliative Care, Level A2, abgeschlossen. Aktivmitglied seit 2018.

Die Umsetzung - Gebäudeform, historischer Bezug, und neue Nutzung

Der Entwurf für den Ersatzbau der Sennerei sieht einen Holzbau vor, der sich von der Materialwahl her bestens in die Tradition der Walserhäuser im Safiental eingliedert. Die traditionelle Formensprache der einstigen Bauernhäuser wird nicht kopiert. Vielmehr zeigt die Architektur, dass die Sennerei ihre eigene Bedeutung hatte in der jahrhundertalten Geschichte dieses Tales: Um 1955 wurden die traditionellen Einzelsennereien aufgegeben, um die saisonale Milchverarbeitung genossenschaftlich und mit modernen Mitteln zu bewerkstelligen. Dazu kam die Seilbahn, um die fehlenden Erschliessung der Alp durch fahrbare Wege zu überwinden. 

Die Form des neuen Gebäudes und dessen Gliederung werden weiterhin an die nun historischen Nutzungen erinnern. Da wo die Käserei war, wird ein grosser Wohnraum entstehen, der dem Dorf (Öffentlichkeit) zugewandt ist. Bergseits entsteht eine Balkonanlage, die an die frühere Talstation der Seilbahn erinnert. Nun werden Menschen dort beschaulich berg- und himmelwärts schauen können.

Der jetzige Durchgang zwischen den beiden Gebäuden wird bewahrt, neu aber als Innenraum gestaltet. Er bleibt der Verbindungsweg zwischen der geschäftigen Welt des Dorfes und der ruhigeren Welt der majestätischen Naturkulisse. Dieser schneidet sich im ersten Stock mit einer zweiten Achse, die mehr das Kontinuum im Leben zwischen Geselligkeit und Besinnlichkeit repräsentiert.

Die Fassaden zeigen einen schlichten, aber wirkungsvollen Wechsel von Symmetrien, Wiederholungen und Kontrasten. Dieser lässt von aussen die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten des pflegegerechten Innenraumes erkennen. Und er spiegelt die ebenso vielfältigen Bedürfnisse einer Wohngemeinschaft.

Die Umsetzung - der Zeitplan und die Meilensteine

Im Frühjahr 2014 entstehen die ersten Ideen und Entwürfe für ein Vorprojekt “Tenna Hospiz”. Das Konzept einer Wohngemeinschaft wird erstmals öffentlich präsentiert. Es erfolgen erste Abklärungen mit dem Kanton in Bezug auf Bewilligung und Aufsicht einer solchen Pflegeeinrichtung. Um Missverständnisse zu vermeiden, wird von Seiten des Vereins ab sofort auf die Begriffe ‘Hospiz’ und ‘Pflegeeinrichtung’ verzichtet. Die Konzeptideen werden als ‘pflegerechter Wohnraum’ umschrieben.

Januar 2015: Schriftliche Anfrage an den Gemeinderat zum möglichen Erwerb der Liegenschaft “Alte Sennerei”. Weitere Vorprojekt-Varianten werden von einem Architekten erarbeitet. Die Gemeinde Safiental publiziert im Januar 2016, dass sie zusammen mit dem Naturpark Beverin das Projekt einer Sternwarte in der ehemaligen Sennerei in Tenna planen.

März 2016: Dem Initianten des Projektes Tenna Hospiz, Othmar F. Arnold, wird eine private Liegenschaft in Tenna zum möglichen Verkauf angeboten. Ein Vorprojekt zum Umbau der Liegenschaft “Troghus” wird erarbeitet.

November 2016: Othmar F. Arnold erneuert und erhöht das Kaufangebot für die Liegenschaft “Troghus”.

4. Dezember 2016: Gründungsversammlung des Vereins Tenna Hospiz mit der Genehmigung der Statuten und der Wahl des Vorstandes.

22. Januar 2017: Erstes Town-Hall-Meeting mit der interessierten Bevölkerung zum Projekt “Tenna Hospiz”. 56 Interessierte aus dem ganzen Tal und Vertreterinnen von Fachorganisationen in der Region Surselva kommen zur Veranstaltung. Viele begrüssen die Idee, bei Pflegebedürftigkeit weiterhin im Tal wohnen zu können. Einige bezweifeln, dass sich das Projekt – unter den heutigen Vorgaben im Gesundheitswesen – wirtschaftlich nachhaltig betreiben liesse.

März 2017: Die Liegenschaft “Troghus” wird verkauft. Othmar F. Arnold und der Verein Tenna Hospiz erhalten eine Absage auf ihr Kaufangebot.

August 2017: Der Gemeindevorstand der Gemeinde Safiental beschliesst, Verkaufsverhandlungen für die Liegenschaft “Alte Sennerei” aufzunehmen. Er legt einen Kaufvertrag vor, der die Liegenschaft für die Realisierung des Projektes “Alte Sennerei” sichern würde. Am 16. September beschliesst die Generalversammlung des Vereins Tenna Hospiz, auf das Angebot einzugehen. Der Kauf der Liegenschaft wird am 9. Januar 2018 rechtskräftig.

27. Oktober 2017: Die Steuerverwaltung Graubünden hält in einem Entscheid fest, dass der Verein Tenna Hospiz öffentliche und gemeinnützige Zwecke erfüllt. Der Verein wird als steuerbefreit und abzugsberechtigt (#1939) anerkannt. Gleichzeitig wurde der Verein Tenna Hospiz im Handelsregister Graubünden eingetragen; er ist damit wirtschaftlich handlungsfähig geworden (UID: CHE-279.170.086)

November 2017: Der Vorstand akzeptiert das Angebot von Corina Haertsch und Pascal Hofmann, Architekten ETH, eine Machbarkeitsstudie für das Projekt “Alte Sennerei” vorzulegen. Die Grundrisse und die ersten Vorstellungen der Gebäudehülle liegen im Februar 2018 vor. Gleichzeitig wird eine Crowdfunding Kampagne gestartet auf der Raiffeisen-Platform lokalhelden.ch.

14. April 2018: Der Verein beschliesst anlässlich der ordentlichen Generalversammlung, im Jahr 2018 die Bauplanung und das Bewilligungsverfahren durchzuführen. Die Mittelbeschaffung und die Ausformulierung des Betriebskonzeptes und -budgets sind in diesem Jahr von grosser Priorität. 

13. Oktober 2018: Welt-Hospiz-Tag. Ein Team Wochenende des Vereins Tenna Hospiz findet in Terra Vecchia statt.

Am 20. Oktober 2018 findet im Hotel Alpenblick in Tenna eine öffentliche Informationsveranstaltung zur Vorstellung und Diskussion des Fortschrittes in der Entwicklung des Projektes “Alte Sennerei” statt. Das Modell des Bauprojektes wird enthüllt.

22. Mai 2019: Die Baubewilligung für den Rückbau und Abbruch der ehemaligen Sennerei liegt vor.

21. Juni 2019: Die Freie Gemeinschaftsbank Genossenschaft sichert einen Baukredit für den Ersatzbau “Alte Sennerei” zu. Damit steht die Gesamtfinanzierung. 

21. August 2019: Der Gemeindevorstand Safiental unterzeichnet die Baubewilligung für den Ersatzneubau “Alte Sennerei”.

1. September 2019: Spatenstich für den Rückbau der ehemaligen Sennerei und den Baustart für die “Alte Sennerei” unter Beteiligung von Betroffenen und Unterstützern. 

12. Oktober 2019: Welt-Hospiz-Tag. Die Baustelle wird der interessierten Bevölkerung vorgestellt. Das Fundament ist bereits sichtbar. Der anstehende Felsen in der Baugrube wird gewürdigt als Grundstein und die Verbindung des Projektes zum Grossen Ganzen.

31. Dezember 2019: Der Verein Tenna Hospiz wird bis Ende 2019 den Solidaritätsfonds für Härtefälle und ausserordentliche Betreuungsaufgaben in der Wohngemeinschaft äufnen. Der Grundstock wird CHF 250’000 betragen.

In Vorbereitung auf die Betriebseröffnung wird der Verein bis Ende 2020 sechs Personen aus der Dorf- und Talgemeinschaft unterstützen, eine Weiterbildung für freiwillige Sterbebegleitung oder den Palliative Care Grundkurs zu absolvieren. Diese verpflichten sich in gegenseitiger Absprache für Bewohner in der “Alten Sennerei” bei Bedarf zur Verfügung zu stehen.

10. Oktober 2020: Welt-Hospiz-Tag. Feierliche Eröffnungsfeier “Alte Sennerei”, Tenna – pflegegerechter Wohnraum im Safiental.

31. Dezember 2020: Nach einem guten Jahr Bauzeit wird die “Alte Sennerei” betriebsbereit sein und der Wohngemeinschaft “PflegeWeGe” zur Nutzung übergeben. Danach wird der Verein Tenna Hospiz zuständig sein für den fortlaufenden Unterhalt und die Werterhaltung der Liegenschaft.

31. Dezember 2021: Wir werden das erste Betriebsjahr mit einer Auslastung von mindestens 65% der Kapazitäten abschliessen.

1. Juni 2025: Fünf Jahre nach der Umsetzung der Vision wird der Verein Rückschau halten und das Projekt “Alte Sennerei”, das Konzept der Wohngemeinschaft “PflegeWeGe”, wie auch die eigene Vereinsarbeit, kritisch betrachten.

Die Umsetzung - das Betriebskonzept: Wohngemeinschaft “PflegeWeGe”

Die Idee einer Wohngemeinschaft für Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und Fachpersonen entspricht in der Walser Tradition der Nachbarschaftshilfe und der genossenschaftlichen Organisation von sozialen und wirtschaftlichen Aufgaben, die den Einzelnen oder die Familie überfordern. Selbständigkeit und Privatsphäre gehen dabei nicht verloren. Der Wohnraum wird räumlich so geplant und gegliedert, dass das Leben in dieser Wohngemeinschaft auch modernen Ansprüchen standhalten wird.

Das Projekt “Alte Sennerei” sieht die Errichtung hindernisfreier Wohneinheiten unter einem gemeinsamen Dach vor. Es gibt eine Hospizeinheit mit zwei Pflegezimmern und Nebenräumen. Im Erdgeschoss und im Dachgeschoss entsteht je eine 1-Zimmer-Wohneinheit. Im Dachgeschoss gibt es zusätzlich zwei Wohneinheiten mit zwei Zimmern. Die gemeinschaftlich nutzbaren Räume (Wohnraum, Essraum, Küche, etc) fördern Begegnungen der Bewohner und den Austausch mit der Öffentlichkeit. Die angebotene räumliche Infrastruktur erfüllt die Anforderungen des Dachverbandes Hospize Schweiz für stationäre Hospize und spezialisierte Palliative Care. Sie erfüllen auch die SIA Normen für hindernisfreies Bauen. 

Die Bewohnenden der “Alten Sennerei” werden Mieterinnen sein. Die Mietverträge werden entsprechend der jeweiligen Bedürfnisse unterschiedlich sein. Es sind Dauermieten, wie auch Monats- oder Tagespauschalen vorgesehen. Der Verein Tenna Hospiz verwaltet die Liegenschaft. Aufgaben zum Gebäudeunterhalt und zur Wertsicherung können auch an Bewohnende mit entsprechenden Fähigkeiten übertragen werden.

Die Kernaufgabe der Wohngemeinschaft “PflegeWeGe”, der zukünftigen Rechtskörperschaft der Wohngemeinschaft, ist die Bewältigung des Alltags in der “Alten Sennerei”. Der Tagesablauf wird auf Grund der Bedürfnisse und Fähigkeiten der jeweiligen Bewohnenden gestaltet. Die Bewohnenden, pflegende Angehörige und Freiwillige wirken aktiv mit. Die Koordination wird deshalb eine zentrale Rolle einnehmen. Aufgaben wie die Zubereitung von Mahlzeiten, Putzen, Waschen, Einkaufen können von Bewohnenden mit den entsprechenden Fähigkeiten wahrgenommen werden. Diese werden ergänzt durch Unterstützung von Angehörigen, aber auch Freiwilligen aus der Dorf- und Talgemeinschaft. In Situationen, die nicht durch internes oder freiwilliges Engagement erbracht werden, kommt der Stundenansatz ‘Gemeindewerk Safiental’ zur Anwendung. Die gemeinsam entstehenden Kosten werden durch die Bewohnenden nach einem zu vereinbarenden Schlüssel getragen. Ein Zeitgutschrift-Model wird in Zukunft dazu beitragen, diese Kosten nach Möglichkeit niedrig zu halten.

Ein bis zwei Wohneinheiten werden für Menschen mit entsprechender Fachausbildung zur Verfügung stehen, die sich innerhalb der Wohngemeinschaft an Betreuungs- und Begleitdiensten, sowie der Koordination beteiligen. Eine weitere Wohneinheit wird permanent ausserhalb der “Alten Sennerei” dazu gemietet. Diese dient der Beherbergung von Fachkräften oder Freiwilligen zur Aufrechterhaltung einer 24-Stunden Präsenz.

Die Freizeitgestaltung wird individuell sein, was nicht ausschliesst, dass diese innerhalb der “Alten Sennerei” und “PflegeWeGe” geschieht. Andererseits wird die Freizeitgestaltung auch durch das Eingebettetsein in den Familienstrukturen und der Dorf- und Talgemeinschaft abgedeckt werden.

Bewohnende der Wohngemeinschaft “PflegeWeGe” beziehen selbstbestimmt die notwendigen Pflege- und Betreuungsdienstleistungen, wie auch hauswirtschaftliche Leistungen und Begleitung von den existierenden regionalen Organisationen. 

Diese Leistungen werden durch ambulante Dienste erbracht und über die bestehenden Mechanismen individuell abgerechnet. Individuelle Haushaltunterstützung und Begleitung ist wochentags von 07:00 – 17:00 verfügbar; Grundpflege und Behandlungspflege von 07:00 – 22:00. Für Palliative Care ist ein 24 Stunden Bereitschaftsdienst eingerichtet. Sitzwachen sind sowohl tagsüber als auch nachts verfügbar.

Eine enge Zusammenarbeit mit öffentlichen Leistungsträgern und privaten Anbietern von Dienstleistungen wird aktiv gesucht, beziehungsweise gepflegt. 

Ausserordentliche und nicht-verrechenbare Betreuungskosten werden selber bezahlt oder durch den Solidaritätsfonds des Vereins Tenna Hospiz gedeckt.

Freiwillige aus dem Dorf und dem Safiental, die sich in der Betreuung und Begleitung der Bewohnenden engagieren (Mittagstisch, Sitzwachen, Gespräche, Jassen, Ausflüge, Haushaltunterstützung, etc), erhalten vom Verein Tenna Hospiz Unterstützung an die Kosten von Sterbebegleitungskursen. Die Weiterbildung von Mitbewohnern und Vereinsmitgliedern in Palliative Care wird aktiv gefördert.

Als Vorbilder für dieses Betriebsmodell dienen diejenigen religiösen Gemeinschaften in der Schweiz, die eine ähnliche Synthese von ambulanten und stationären Angeboten für die Betreuung von alternden Mitbrüder und Mitschwestern verwirklicht haben. Damit sichern sie die Fortführung ihrer einzigartigen Kultur (Klostergemeinschaft) trotz Alter, Behinderung, Pflegebedürftigkeit und Palliation. 

Als weiteres Vorbild dient die weltweite Bewegung der Arche-Gemeinschaften (gegründet von Jean Vanier), in der Menschen mit unterschiedlichsten intellektuellen und körperlichen Fähigkeiten sich gegenseitig unterstützen um den Alltag zu bewältigen.

Mit dem Wohn- und Pflegemodell 2030 schlägt CURAVIVA Schweiz den Übergang zu einem integrierten Versorgungskonzept «stationär und ambulant» vor, bei dem nicht mehr die Fehlanreize der heutigen Finanzierungsformen, sondern der Pflegebedarf der Kunden das zentrale Instrument für die Zuteilung zu einer Pflegeform darstellt. Die Ergebnisse einer Studie bestätigen, dass mit dem Pflegemodell 2030 ein erhebliches Kosteneinsparungspotenzial besteht. Damit leistet das Modell der “Alten Sennerei” einen wichtigen Beitrag an die Erneuerung des schweizerischen Gesundheitswesens.

Die Umsetzung - die Verwurzelung und der Rückhalt

Als zivilgesellschaftliche Organisation lebt der Verein Tenna Hospiz und das Projekt “Alte Sennerei” von einem starken Rückhalt in der Bevölkerung. Der Verein investiert CHF 3,7 Mio in den Ersatzbau “Alte Sennerei”. Grundstein dazu sind private Einlagen der Initianten von über CHF 400’000 sowie Eigenleistungen in allen Bereichen durch Vereinsmitglieder und Sympathisanten. 80% der Spendengelder stammen von Anwohnern, Betroffenen, und Menschen mit einem starken Bezug zum Safiental.

Ungewohnte Ansätze in der Planung (u.a. Town-Hall-Meetings) und Finanzierung (z.B. Crowdfunding), die jedoch philosophisch mit dem Grundverständnis des Projektes verbunden sind, verdeutlichen dies. Betroffene, Angehörige und Fachpersonen nehmen als Expertinnen teil. Sie bringen auch gelebte Erfahrung, stille Kompetenzen und orts-/kulturspezifisches Wissen in die Projektentwicklung mit.

Die Zusammenarbeit mit öffentlichen Leistungsträgern und privaten Anbietern ist Teil des Betriebskonzeptes.

Die Gemeindebehörden haben seit Beginn des öffentlichen Konsultationsprozesses ihre grundsätzliche Unterstützung für das Projekt, trotz klar geäusserten Bedenken, kund getan. Die Standortförderungskommission der Gemeinde Safiental unterstützt das Projekt finanziell mit CHF 30’000. Die kantonalen Behörden haben bestätigt, dass eine Entwicklung des Projektes “Alte Sennerei” in Form einer Senioren-Wohngemeinschaft zulässig ist. Der Kanton wird keine Investitionskostenbeiträge gewähren. Der Betrieb wird nicht bewilligungspflichtig sein.

Die Wohngemeinschaft “PflegeWeGe” wird auf diese Verwurzelung und den Rückhalt in der Bevölkerung zählen können. Das Projekt “Alte Sennerei” profitiert von einem stabilen und breitgefächerten sozialen Netzwerk in der Gemeinde Safiental, das unabhängig vom Projekt bestens funktioniert (Verein Alt Werden im Safiental, Landfrauen Verein). Viele Aktivitäten mit und für ältere Menschen, die in einem Heimbetrieb mit einem hochspezialisierten und deshalb kostspieligen Angebot abgedeckt werden müssen, funktionieren bereits heute auf zivilgesellschaftlicher und ehrenamtlicher Basis im Safiental: Altersturnen, Mittagstisch, Altersnachmittage, Seniorenkino, Andachtsgruppe, Vokalensemble, Besuchsdienst, Jassgruppe, Ausflüge, etc. Es gibt bereits ein Netzwerk von Noch-Nicht-Betroffenen, pflegenden Angehörigen und interessierten Mitmenschen, die einen Teil ihrer Zeit für Aufgaben innerhalb der Wohngemeinschaft “PflegeWeGe” zur Verfügung stellen wollen als Dienst am Nächsten.

Der Verein sucht die Zusammenarbeit mit Organisationen um die Vernetzung mit anderen Initiativen für Wohnen im Alter und für alternative Pflege- und Betreuungsangebote zu ermöglichen. Ein aktiver Austausch von Informationen und Erkenntnisse birgt Vorteile für verschiedene Beteiligte. Ein Professor der Universität in Graz zeigt sich interessiert, das Projekt in der “Alten Sennerei” zu begleiten und zu untersuchen unter dem Aspekt der “caring community”-Modelle, die zur Zeit weltweit Furore machen.

Die Umsetzung - die ökologische Nachhaltigkeit

Ökologisch wird sich das Projekt “Alte Sennerei” in das Konzept des Naturparks Beverin (Stärkung einer Natur- und Kulturlandschaft, regionale Entwicklung und umsichtiger, nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen) eingliedern. Das Baumaterial für den Massivholzbau wird zwei Kilometer vom Baustandort als Mondholz geerntet. Damit leistet der Verein auch einen wertvollen Beitrag zur Bewirtschaftung der Schutzwälder und Sicherung der Infrastruktur im Safiental.

Die “Alte Sennerei” wird teilautonom in Bezug auf Energie- und Wasserversorgung gebaut (Solardach, Energiespeicher, Regenwassernutzung). Als Heizsystem wird deshalb eine Kombination aus Solarwärme, Umweltwärme, und Holz installiert. Photovoltaik, in Kombination mit einem Batteriespeicher wird einen bedeutenden Teil des Strombedarfs abdecken. Die Liegenschaft “Alte Sennerei” hat ein Wasserrecht, unabhängig von der kommunalen Wasserversorgung und Abwasserreinigung. 

Der Verein Tenna Hospiz ist bereit, einen weiteren Beitrag zu den verschiedenen nachhaltigen Systemen in Tenna und der Gemeinde Safiental zu leisten. Mit einer Speicherlösung für Strom werden neue Ansätze demonstriert.

Die Umsetzung - die Chancen und die Risiken: Möglichkeiten für eine ganze Talschaft

Die Chancen des Projektes liegen darin, Voraussetzungen für eine soziale Wohn- und Pflegeeinrichtung im Safiental zu schaffen. Die Gemeinde hielt dies im 2015 beschlossenen Kommunalen Richtplan als Leitüberlegung und Massnahme fest; sie ist jedoch von der Finanzkraft her nicht im Stande, dies in nützlicher Frist selber umzusetzen.

Das Risiko einer Senioren-Wohngemeinschaft in einer Randregion ist zweifellos die kleine Bevölkerungszahl und die Unsicherheit der Nachfrage. Damit stellt sich die Frage nach der Auslastung der Kapazitäten und der Wirtschaftlichkeit. Deshalb ist es wichtig für das Projekt, von den baulichen Einrichtungen her eine grosse Flexibilität und Kombinationsmöglichkeit zu erstellen. Das bestehende Angebot regionaler Dienstleistungen im Bereich Pflege und Betreuung, wie z.B. der Spitex, ist integraler Bestandteil des Projektes “Alte Sennerei” und wird den neu geschaffenen Wohnraum entsprechend ergänzen. 

Dadurch werden Grundlagen geschaffen, eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zu realisieren. Ungenutzte Kapazitäten können vielseitig ausgelastet werden.

Im Sozialen birgt die Wohnform der Wohngemeinschaft bekannte Risiken des Zusammenlebens, respektive der benötigten Konfliktfähigkeit der Mitbewohner. Ein sorgfältiges Aufnahmeverfahren ist Teil des Betriebskonzeptes der Wohngemeinschaft “PflegeWeGe”.

Das Projekt “Alte Sennerei” schafft Raum für ein regionales, kulturell-angepasstes Pflege- und Betreuungsangebot in einem “potenzial-armen Randgebiet”. Dieses gibt Mehrwert für eine zutiefst mit dem Land und der Umgebung verwurzelte, ländliche Bevölkerung. Das Projekt schafft auch neues Potenzial in einer wirtschaftlich prekären Region des Kantons. Damit trägt es dazu bei, die Überalterung und Abwanderung im Safiental zu verlangsamen.

Der Verein Tenna Hospiz schafft ein Angebot infolge dessen Wohnraum auf den Höfen, in den Fraktionen und Dörfern zweckgemässer genutzt werden kann. Dies ermöglicht zukünftigen Bewohnern des Tales in einer wirtschaftlich aktiven Lebensphase und mit Familie hier Fuss zu fassen. Die Verlangsamung der Abwanderung, die Erhaltung von Schulen, Vereinsleben, Dienstleistungsangeboten und Arbeitsplätzen sind positive Nebeneffekte davon. Die gesamte Talschaft und die Region profitieren von dieser Stärkung bestehender Strukturen. Das wiederum hilft die Existenz von der “Alten Sennerei” zu sichern.

Das Projekt wird Arbeitsplätze im Gesundheitswesen festigen und sichern: und zwar in einer Region, die einseitig von der Primärwirtschaft geprägt ist und ausser einem sanften Tourismus derzeit keine weitere Diversifikation aufweist. Die vorgesehene Weiterbildung für Sterbebegleitung wird Einheimischen zusätzliche Qualifikationen schaffen und damit weitere Möglichkeiten bieten, sich im und für das Dorf- und Talleben einzusetzen. Eine erfreuliche Entwicklung wäre es, wenn Junge in der Gemeinde motiviert würden durch die Präsenz des Projektes “Alte Sennerei”, eine Ausbildung im Gesundheitswesen in Betracht zu ziehen.

Es gibt in der Schweiz eine grosse Nachfrage für Entlastungsangebote im Pflegebereich sowie für betreute Ferienangebote für Menschen mit Behinderungen und Pflegebedürfnissen. Mit den notwendigen Einrichtungen und Ressourcen, auch durch die Zusammenarbeit verschiedener Dienstleistungsanbietern, kann sich die Region Safiental mittelfristig in diesem Markt (als wirtschaftliche Nische) positionieren ohne die übrigen Tourismusaktivitäten zu konkurrieren.

Die Finanzen - das Budget und der Finanzierungsplan

Der Verein Tenna Hospiz hat ein Vierjahresbudget 2018 – 2021. Für die baulichen Massnahmen an der Sennerei und der Seilbahnstation rechnen wir mit (A) Investitionskosten von CHF 3’700’000. Dazu kommen (B) Kosten für Weiterbildung, (C) jährliche Betriebskosten der Liegenschaft und (D) Einlagen in den Solidaritätsfonds.

Finanzierungsbedarf       Finanzierungsbausteine  
Kaufpreis Land   72,000   Eigenmittel 17,722
        Spenden 1,532,615
BKP 1 – Vorbereitung   130,000   Crowdfunding und Mondholz 38,721
BKP 2 – Gebäude inkl. Honorare   2,494,223   Schenkungen 75,000
BKP 4 – Umgebung   50,000   Stiftungsbeiträge 823,000
BKP 5 – Baunebenkosten   106,969   Standortförderung Safiental 30,000
MWSt. 7.7 %   214,161   Spenden (budgetiert 2020) 299,413
Subtotal Baukosten   2,995,353   Crowdfunding (budgetiert 2020) 23,910
Genauigkeitsgrad 10.0% 299,535   Stiftungsbeiträge (budgetiert 2019/2020) 0
Reserve, von Gebäudekosten 5.0% 124,711   Zwischentotal “Finanzierungslücke” 323,323
MWSt. 7.7 % 7.7% 32,667   Eigenleistungen 100,000
BKP 3 Betriebseinrichtung und BKP 9 Ausstattung  

150,000

  Subtotal Eigenmittel 2,940,381
MWSt. 7.7 %  

11,550

  Darlehen mit Aussicht auf Schenkung 0
        Darlehen zinslos+langfristig 140,000
        Baukredit Bank 700,000
        Subtotal Fremdkapital 840,000
Total   3,685,816   Total 3,780,381

Somit bleibt zur Zeit noch eine Restfinanzierung von knapp CHF 350’000. Danach muss der Baukredit amortisiert und getilgt werden. Dazu läuft seit Oktober 2019 eine analoge Schwarmfinanzierung (Mondholz Kampagne). Einige Stiftungsgesuche sind pendent. Der private Spendenfluss wurde durch den Baubeginn weiter motiviert.

Die laufenden Betriebskosten der Liegenschaft von CHF 76’000 pro Jahr werden nach Aufnahme des Betriebs durch die Mieteinnahmen bestritten. 

Für die Kosten für Weiterbildung von CHF 35’000 rechnen wir mit der Grosszügigkeit von Stiftungen. Ein Teil wird durch Beiträge der sich Weiterbildenden gedeckt. 

Die Einnahmen für den Solidaritätsfonds setzen sich zusammen aus Spenden, jährlichen Beiträgen einer oder mehrerer Stiftungen, Einlagen aus Betriebsüberschüssen und aus monatlichen Beiträgen der Bewohner. Ein Startkapital von mindestens CHF 250’000 wird bis Betriebsbeginn angestrebt.

Die Betriebskosten der Wohngemeinschaft “PflegeWeGe” betragen bei einer angenommenen Belegung von ca. 70% CHF 98’000 pro Jahr. Diese basieren auf einer Entschädigung der Koordination und der gemeinschaftlichen Aufgaben der Alltagsbewältigung zum Stundenlohn ‘Gemeindewerk Safiental’. Darin eingeschlossen sind auch die Kosten für Verpflegung und Nebenkosten. Der Anteil pro Person, respektive pro Wohneinheit, und Monat beträgt zwischen CHF 1’300 und CHF 2’000. Dieses Haushaltbudget kann durch Eigenleistungen und Leistungen pflegender Angehöriger sowie Freiwilliger beeinflusst werden.

Die Finanzierung - die finanzielle Nachhaltigkeit

Eine breit abgestützte, gemeinnützige Finanzierung und die Äufnung eines Solidaritätsfonds ermöglichen erschwingliche Beherbergung, gute Betreuung und Begleitung zwischen Heim und Daheim für Menschen im letzten Lebensabschnitt auf viele Jahre hinaus. “Wir gönnen uns einen ‘Luxus’, den sich alle leisten können sollen”!

Die Nachhaltigkeit liegt in der Erschwinglichkeit des Angebotes. Mit einer soliden Finanzierung durch Eigenmittel, Spenden, Unterstützungsbeiträgen und zinslosen Darlehen ist es möglich die Mietkosten in der “Alten Sennerei” bedeutend niedriger zu halten als vergleichbare regionalen Heimtarife. Auf eine Verzinsung des Kapitals wird verzichtet. Der Return-on-Investment liegt für den Verein Tenna Hospiz nicht in einem finanziellen Gewinn, sondern in der Stärkung der Menschlichkeit.

Die kommerzielle Bankfinanzierung trägt maximal 20% bei. Das Budget und der Finanzierungsplan (Planerfolgsrechnung) zeigen, dass die Betriebskosten des Vereins Tenna Hospiz für die “Alte Sennerei” gedeckt sein werden bei einer Auslastung von 69% zu einem Ansatz der niedriger ist als die Heimtarife in der Region.

Eine Wohneinheit in der “Alten Sennerei” kostet voraussichtlich pro Monat:

Miete: CHF 1200 – 1’600

Beitrag an Solidaritätsfonds: CHF 900

Anteil Kosten Wohngemeinschaft “PflegeWeGe”: CHF 1’300 – 2’000

Total: CHF 3’400 – 4’500

Damit entsteht ein sozialverträglicher Tarif für Menschen die oft ohne Pensionskasse und Geldern aus der dritten Säule in den Ruhestand gehen.

Eine wirtschaftlich tragfähige Lösung wird auch durch die Vermeidung von kostenintensiven Doppelspurigkeiten geschaffen. Ungenutzte Kapazitäten (an Wohnraum und Arbeitskraft) können auf weiteren Kanälen vermarktet und ausgelastet werden (Ferienbetten zur Entlastung pflegender Angehöriger, betreute Ferien, Sterbehospiz Angebot für Menschen ausserhalb der Region, sozialer Wohnraum innerhalb der Gemeinde).

Das Modell zum Bewundern

 

An der öffentlichen Informationsveranstaltung vom 20. Oktober 2018 wurde das Modell des geplanten Ersatzbaus für die ehemalige Sennerei einem breiten Publikum und der Presse vorgestellt.

Das Modell wurde gebaut von Pascal Hofmann von Corina Haertsch und Pascal Hofmann, Architekten, Zürich, mit Hilfe von Othmar F. Arnold. Es kann auf Anfrage in Tenna besichtigt und bewundert werden.